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Hart umkämpfter 5:4-Erfolg bringt nach Berliner Niederlage den Zweitliga-Klassenerhalt

Hamburg Um 18.30 Uhr war es amtlich: Der TC Iserlohn wird auch 2020 als Tennis-Zweitligist dabei sein. Hinter den Waldstädtern lag da eine echte Nervenschlacht, in der sie am Ende jenes Glück hatten, das in dieser Saison bislang fehlte. 2. Tennis-Bundesliga: Club an der Alster Hamburg – TC Iserlohn 4:5. Bereits am Samstag reisten die Iserlohner in die Hansestadt, und das mit vier Ausländern, denn die Chance war da, die Liga mit einem Sieg zu halten. Zeitgleich spielte BW Berlin gegen die am Freitag im Topspiel unterlegenen Essener. Und die zogen trotz aller Enttäuschung in der Hauptstadt voll durch und lagen schon nach den Einzeln uneinholbar 6:0 vorne. Die Kunde von der Niederlage der Blau-Weißen drang natürlich sofort nach Hamburg, aber dort wurde noch um jeden Zentimeter gerungen.

Der Start gelang den Iserlohnern. Omar Giacalone (gegen David Eisenzapf) und Enrico Dalla Valle (gegen George von Massow) siegten jeweils in zwei Sätzen. Allerdings zog Jordi Walder gegen Flemming Peters den Kürzeren.

Auch im zweiten Durchgang war Iserlohn zunächst auf Kurs

Auf Kurs waren die Gäste auch noch nach den ersten Sätzen im zweiten Durchgang. Uladzimir Ignatik hatte gegen den Ex-Iserlohner Vaclav Safranek 7:5 gewonnen, und Jan Mertl 6:2 gegen Demian Raab. Doch dann kippten die Matches. 2:6 verlor Ignatik, 4:6 Mertl. Gut nur, dass nebenan Lukas Ollert nach einem 4:6 im ersten Satz gegen Leonard von Hindte den Tiebreak des zweiten Satzes gewann. Also gingen alle Partien in den Champions-Tiebreak. Die Spannung war greifbar. Matchbälle zum eigenen Sieg gab es ebenso wie Matchbälle der Gegner.

Unter dem Strich lief es nicht optimal. Mertl behielt mit 10:8 die Oberhand, Ignatik verlor nach zwei Doppelfehlern 8:10. Und auch Ollert fehlte beim 10:12 das Glück.

Somit ging es mit einem 3:3 in die Doppel. „Wir hatten eigentlich gedacht, dass wir alle drei Doppel gewinnen könnten, doch unter diesen Vorzeichen sieht man ja, dass nichts einfach geht“, räumte TCI-Chefcoach Jim Anwar nach Spielschluss ein. Letztlich war es noch ein weiter Weg, den die Waldstädter gehen mussten, denn im ersten Satz der drei Doppel gewannen nur Giacalone/Ollert souverän 6:2. Dalla Valle/Jordi Walder waren gegen von Massow/Sebastian Schönholz dagegen beim 3:6 schon klar auf der Verliererstraße. Da half es, dass Ignatik/Mertl den Tiebreak 7:6 gewannen. Der Tscheche hatte sich bereits im Einzel verletzt, wollte aber unbedingt zur Rettung des TCI beitragen.

Den zweiten Durchgang verlor dieses Doppel 6:7, so dass der Champions-Tiebreak entscheiden musste. Fertig waren zu diesem Zeitpunkt schon Giacalone/Ollert. Gegen Raab/Flemming behielten sie auch im zweiten Satz die Oberhand.

Damit fehlte nur noch ein Punkt, doch die Gäste hatten plötzlich mit Dalla Valle/Jordi Walder noch ein zweites Eisen im Feuer. Die hatten sich im zweiten Durchgang beim 7:5 zum Satzausgleich gekämpft, so dass auch hier der Champions-Tiebreak entscheiden musste.

Nach siebeneinhalb Stunden war es soweit

Und da waren die Beiden ein wenig schneller als Ignatik/Mertl auf dem Nebenplatz. Nach siebeneinhalb Stunden war es soweit. Der fünfte Punkte wurde mit dem 10:7 eingefahren. Ignatik/Mertl ließen ihre Partie darauf ausklingen. Dass es eine Niederlage gab, spielte keine Rolle mehr. Fortan wurde kräftig gefeiert, während die in der Vorwoche in Iserlohn so einseitig bevorzugten Berliner den Weg zurück in die Regionalliga antreten müssen.

TCI-Coach Jim Anwar atmete nach der Entscheidung erst einmal ganz tief durch. „Das war alles sehr sehr eng. Aber wir haben daran geglaubt, dass wir es noch schaffen können.“ Wie knapp es wirklich war, verdeutlicht auch der Blick auf die Partie in Berlin. So deutlich sich die Bredeneyer 6:0-Führung nach den Einzeln auch liest – fünf Partien wurden erst im Champions-Tiebreak entschieden.

Quelle: www.IKZ-online.de Markus Wassmuth

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