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Nach dem packenden Finish in der 2. Tennis-Bundesliga zieht Jim Anwar Bilanz und blickt voraus

Iserlohn Die Mannschaft feierte ausgiebig den 5:4-Triumph in Hamburg, der den Verbleib des TC Iserlohn in der 2. Tennis-Bundesliga unter Dach und Fach brachte. Erst am Montagmorgen ging es zurück in die Heimat, wo Jim Anwar bereits wieder seiner Arbeit nachging. „Bei uns steht das Nachwuchscamp auf dem Programm, und natürlich wollte ich pünktlich vor Ort sein“, berichtete der Trainer, der somit auf den Ausklang in der Hansestadt verzichten musste.

Publikumsresonanz stimmt Verantwortliche zuversichtlich

In der Rückblende versichert er, beim Duell gegen den Club an der Alster ganz ruhig gewesen zu sein. „Die anderen hatten einen Puls von 200, aber für mich war klar, dass ein möglicher Abstieg kein Drama für unseren Verein bedeutet hätte.“ Anwar verweist auf die Möglichkeit, in der dritten Liga noch mehr jungen Spielern eine Chance geben zu könne, aber ihm ist die Problematik bewusst, dass ein Wiederaufstieg schwieriger (und kostenintensiver) sein kann, als die Klasse zu halten.

Im Tennis dreht sich auf diesem Niveau alles um die Finanzen und die Ausländer. Beim TCI wird gern vom „4+2-Konzept“ gesprochen, also mit nur zwei ausländischen Assen pro Spiel anzutreten. In aussichtslosen Duellen verzichtetet man auch ganz auf einen Import, es gab allerdings, wie jetzt in Hamburg, auch vier Ausländer im Team. „Es ist immer ein Abwägen,“ blendet Anwar auf die Saison zurück. Am Freitag, im letzten Heimspiel gegen Bremen, musste er verletzungsbedingt mit drei Ausländern auskommen. „Und bei Rot-Weiß Berlin hätten wir wohl gewonnen, wenn wir dort mit drei Ausländern angetreten wären.“

Aber deren Bedeutung für den Erfolg der Iserlohner möchte er eher zurückschrauben. „Unsere deutschen Spieler werden bleiben, und wenn sich diese vier, fünf Leute bis zur nächsten Saison weiter steigern können, wäre das optimal.“ Anwars Idealvorstellung ist es, dann noch einen starken deutschen Spieler für die Position zwei oder drei verpflichten zu können und nur noch zwei Ausländer zu benötigen.

Er ist überzeugt, dass das Iserlohner Tennis-Publikum diese Marschroute honorieren würde, und die Entwicklung in der nun beendeten Saison stimmt ihn in dieser Hinsicht sehr optimistisch. „In den letzten Heimspielen war das richtig gut, das Interesse wächst.“ Und dass es ganz enge Spiele gab, bei denen die Zuschauer richtig auf ihre Kosten kamen, war ganz nach seinem Geschmack. Zumal die Iserlohner ja ganz am Ende jubeln durften.

Quelle: www.ikz-online.de (Willy Schweer)

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