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Trainer Jim Anwar ruft den Klassenerhalt als Ziel in der 2. Tennis-Bundesliga aus. Der Topfavorit ist ein Aufsteiger

Trainer Jim Anwar bereitet den TCI auf den Saisonstart vor.

Iserlohn Die Mission lautet Klassenerhalt, und wer auf die Meldebögen der Konkurrenz schaut, dem wird sofort klar, wie schwierig dieses Unterfangen ist. Tennis-Zweitligist TC Iserlohn steht in seiner vierten Saison in der zweithöchsten deutsche Spielklasse ohne Frage vor der bislang schwierigsten Serie.
Die Gründe für diese Entwicklung liegen auf der Hand. Die in der Regel 15 oder 16 Spieler umfassenden Kader sind zumeist randvoll mit hochkarätigen Akteuren aus dem Ausland. Nicht alle werden eingesetzt, doch oft macht es schon die große Auswahl und die damit verbundene Flexibilität im Hinblick auf den jeweiligen Gegner.
Auf die wird Aufsteiger TC Essen-Bredeney vermutlich nicht setzen. Der Neuling hat eindeutige Ambitionen, peilt wie der TuS Sennelager im Vorjahr den sofortigen Durchmarsch in die Bundesliga an, hat aber noch stärkeres Personal und noch bessere Voraussetzungen. Mit dem Team aus der Ruhrmetropole bekommen es die Iserlohner schon am zweiten Spieltag auf eigenem Platz zu tun. Zuvor gastiert mit dem Wilhelmshavener THC bereits der andere Aufsteiger am Seilerblick – ein Verein, der komplett auf den Einsatz deutscher Akteure verzichtet.
Den glatten Gegenentwurf stellen in der Liga die Bielefelder dar, die gerade einmal zwei ausländische Spieler auf der Meldeliste haben. Wenn der TCI am 28. Juli zum ersten Auswärtsspiel nach Ostwestfalen reist, dann ist das schon eine Schlüsselpartie. Auch die Iserlohner werden mit Lukas Ollert, Neuzugang Thomas Bertsch (Mannheim), Jim und Jordi Walder vier deutsche Akteure pro Partie einsetzen.
Mit Robin Sanz, Simeon Ivanov, Tim Beutler, Marc-Julien Gelhaus und Zugang Tobias Berning stehen noch fünf weitere deutsche Spieler im Kader, die sich Hoffnungen auf Einsätze machen können.
Hoffnungsträger ist aber auch die neue Nummer eins. Der Weißrusse Uladzimir Ignatik, aktuell auf Platz 249 der ATP-Liste, soll ein stabiler Punktelieferant werden. Zu Einsätzen werden wohl auch der Italiener Andrea Pellegrino, sein Landsmann Omar Giacalone und die Tschechen Jan Mertl und Robin Stanek kommen. Neu im Kader ist Enrico Dalla Valle. Der 21-jährige Italiener steht aktuell auf Platz 444 der ATP-Liste.

Den deutschen Spielern kommt eine wichtige Rolle zu

Die Personalplanung für die einzelnen Spieltage obliegt einmal mehr Chefcoach Jim Anwar, auf dessen Erfahrung es ankommen wird. „Wir können es uns finanziell nicht erlauben, ständig mit unseren Topleuten zu spielen“, kündigt der ehemalige Daviscup-Spieler an. So wird es wieder Spiele geben, die man nicht gewinnen kann und jene, die man um jeden Preis gewinnen muss. Gerade hier wird sich zeigen, ob der Kader gut zusammengestellt wurde. Eine zentralere Rolle kommt dabei den deutschen Akteuren zu. Von Ollert und Bertsch ist Anwar dabei ebenso überzeugt wie von den Walder-Brüdern, die inzwischen als Profis regelmäßig ITF-Turniere spielen.
In Form haben sich die meisten Akteure des TC Iserlohn mit deutschem Pass bereits in der Westfalenliga gebracht, wo die zweite Mannschaft ebenfalls im Kampf um den Klassenerhalt gesteckt hat. Der wurde nach der 3:6-Niederlage in Ickern allerdings zu keinem guten Ende gebracht, denn damit ist man abgestiegen. Das ist eine Konsequenz der auf dieser Ebene wie in der zweiten Liga zu verzeichnenden Entwicklung, in deren Rahmen etliche Vereine mittlerweile sogar bis zu vier Ausländer aufbieten.

Quelle: https://www.ikz-online.de

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