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Nach dem erneuten Erhalt der 2. Bundesliga sind die Planungen für die neue Serie bereits angelaufen.
Auch im dritten Jahr seiner Zugehörigkeit zur 2. Tennis-Bundesliga Nord hat der TC Iserlohn den Klassenerhalt geschafft. Nach Platz zwei im ersten Jahr und Rang drei im Vorjahr mit 10:6 Punkten sprang nun Platz vier mit 8:8 Zählern heraus. Diesmal ging es sehr eng zu, wenngleich der Klassenerhalt schon am vorletzten Spieltag, an dem der TCI spielfrei war, perfekt war. Die deutliche Abschlussniederlage in Suchsdorf hatte lediglich statistische Bedeutung. Aber sie ärgert Trainer Jim Anwar dennoch: „Denn wir wollten Platz drei halten.“

Dennoch zieht er natürlich ein positives Fazit der Saison, lobt das Engagement des Vereins sowie die Zuschauer und attestiert seinen Spielern weitere Fortschritte. Er ist aber auch so ehrlich und räumt ein, dass die Mannschaft in einigen Spielen das Glück gehabt hatte, weil einige Kontrahenten nicht in Topformation angetreten waren. Denn so viel ist klar: Erfolge sind nur mit internationalen Topspielern möglich, weil deutsche Akteure, die die Qualität für die Positionen eins oder zwei haben, nicht finanzierbar sind.

Apropos Finanzen: Abermals hat es Anwar geschafft, die Saison wirtschaftlich abzusichern, und er ist zuversichtlich, dass das auch im kommenden Jahr gelingt, wenn auch nicht ohne Hürden. Finanziell sollte es also 2019 erneut ordentlich laufen, sportlich ebenso.

Talente entwickeln, die in der Bundesliga spielen können

Gravierende Veränderungen wird es nicht geben. Jan Mertl, Robin Stanek, Omar Giacalone, Lukas Ollert, Tihomir Grozdanov, Jordi und Jim Walder, Tim Beutler, Simeon Ivanov, Marc-Julien-Gelhaus sowie Robin Sanz werden bleiben, mit Andrea Pellegrino wird verhandelt. Außerdem sollen junge Akteure aus der TCI-Talentschmiede nachrücken. Kein Thema sind die ohnehin nicht eingesetzten Topspieler Egor Gerasimov und Andrey Kuznetsov. Seine Profikarriere will Antal van der Duim beenden. Anwar verhandelt mit einem Argentinier und einem Italiener als Topspieler: „Wir möchten jemanden haben, von dem wir der Überzeugung sind, dass er alles gewinnen kann.“ So gut wie sicher ist die Verpflichtung eines deutschen Talentes mit Top-Perspektiven.

Ziel ist es, künftig mit zwei Ausländern und vier Deutschen zu spielen. Sollte es mal eng werden, wäre auch eine Verhältnis von Drei zu Drei denkbar. „Doch es sollte irgendwann auch mal möglich sein, ein Spiel nur mit Deutschen zu gewinnen“, denkt Anwar schon perspektivisch. Und er ist der festen Überzeugung, dass im Leistungszentrum Iserlohn in vier, fünf Jahren Talente hervorgebracht werden, „die Bundesliga spielen können.“

Dem Wohlfühlfaktor kommt eine besondere Bedeutung zu

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Reserve in der Westfalenliga spielt und in der Winterhallenrunde Teams in der Westfalenliga und als Aufsteiger in der Verbandsliga aktiv sind. „Dann haben unsere Spieler ordentlich zu tun.“ Man habe hier nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, wenngleich die undichte Halle, die auch im Sommer benötigt wird, noch eine große Baustelle ist, zumal immer noch nicht geklärt ist, ob die Versicherung für den Schaden am Dach aufkommt. Anwar: „Eventuell benötigen wir ein Darlehen.“

Beim TCI peilt man künftig längerfristige Bindungen an. Anwar möchte die Spieler mit Zwei- oder Drei-Jahresverträgen ausstatten, will aber auch Sponsoren länger binden. „Die Jungs sollen sich hier wohlfühlen, dann bleiben sie auch.“ Daher ist Anwar froh, dass Zweitliga-Tennis beim TCI keine Wackelnummer ist.

 

Quelle: www.ikz-online.de