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Es wurde die erwartet klare Angelegenheit, dennoch nehmen die Zweitliga-Tenniscracks des TC Iserlohn wichtige Erkenntnisse aus der Partie gegen den übermächtigen Tabellenführer und Ligafavoriten aus Neuss mit.

Die wichtigste Erfahrung ohne Frage war der Sieg von Jordi Walder, der erstmals als Spitzenspieler für die Iserlohner aktiv war und gleich die niederländische Neusser Nummer eins Botic van der Zandschulp bezwang. Trainer Jim Anwar hatte noch im Vorfeld gesagt, dass er seinem Youngster zutraue, ein solches Match zu gewinnen. Auf dem Centercourt ließ Walder Taten folgen, gewann den ersten Satz 6:3 und führte im zweiten Durchgang bereits 4:2, bevor die Nerven flatterten und vier Spiele in Folge verloren gingen.

Im Match-Tiebreak die Nerven wieder in den Griff bekommen

Im Match-Tiebreak fing sich Jordi Walder aber wieder und steckte einen anfänglichen Rückstand weg. Er glich zum 5:5 aus und legte schließlich zum 9:6 vor – die Basis zum 10:7.

Zu diesem Zeitpunkt war die Partie für die Iserlohner jedoch schon verloren, weil darüber hinaus kein Sieg mehr glückte. Besonders eindeutig verlief der erste Durchgang. Da schafften Tim Beutler an Position zwei (ihm fehlte nach langer Pause noch die Matchpraxis), Jim Walder an Position sechs und Andre Timme am Position vier gerade einmal zwei Spiele. Beide gingen auf das Konto von Timme, dennoch war auch er ganz weit weg von einer Siegchance.

Im Gegensatz dazu lief es im zweiten Abschnitt deutlich besser. Zwar hatte Marc-Julien Gelhaus keine Chance, dafür mühte sich Simeon Ivanov gegen den Niederländer Niels Lootsma und schlug sich beim 3:6, 3:6 achtbar.

Beutler/Gelhaus gaben den Vorteil aus der Hand

In den Doppeln gaben die in nahezu stärkster Besetzung angetretenen Rheinländer angesichts des feststehenden Sieges ihren deutschen Routiniers Kevin Deden/Marius Zay eine Chance. Beutler/Gelhaus erspielten sich im ersten Satz Selbstvertrauen und fuhren den Durchgang letztlich auch 6:3 ein. Im zweiten Abschnitt wurden die Gäste aber stärker und holten sich den Satz. Im Match-Tiebreak lag das TCI-Duo schnell 0:4 hinten, kam auf 7:8 heran, verlor dann aber doch noch mit 7:10

Derweil mühten sich die Walder-Brüder gegen Lootsma/Nielsen nach Kräften, konnten aber eine Zwei-Satz-Niederlage nicht verhindern. Ähnlich erging es Ivanov/Timme, die es mit Ungur/Valkusz zu tun bekamen und trotz einer Steigerung im zweiten Satz, die immerhin zum achtbaren 5:7 führte, letztlich nichts Zählbares erreichten. (IKZ)