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Safranek/Mertl holen im Doppel den entscheidenden Punkt. Großer Einsatz in den Einzeln führt zum 4:2
Am Seilerblick lässt der TCI nichts anbrennen und schickte auch die hoch gehandelten Berliner Blau-Weißen geschlagen auf die Heimreise. Eminent wichtig war die 4:2-Führung nach teilweise spannenden und auf absolut hohem Niveau stehenden Einzeln.
In der ersten Runde setzte sich an Position zwei der Argentinier Agustin Velotti souverän durch. Im ersten Satz gelangen ihm zwei Breaks, den zweiten beherrschte er eindeutig. Höchst umkämpft war das Match des Bulgaren Tihomir Grozdanov, der jeweils in den Tiebreak musste, um Berlins Klasen niederzuringen. Auf verlorenem Posten stand dagegen Simeon Ivanov gegen den talentierten Nachwuchsmann Niclas Braun. Dabei hatte der Iserlohner beim 4:4 im zweiten Satz alle Möglichkeiten, die Partie zu drehen, doch es war einfach nicht sein Tag.
Portugiese Pedro Sousa ist im Spitzeneinzel zu stark
Auf dem Hauptplatz folgte das sehenswerte Spitzenspiel zwischen Vaclav Safranek und dem Portugiesen Sousa. Im ausgeglichenem ersten Satz verlor der Tscheche beim 4:5-Zwischenstand seinen Aufschlag und dann auch den Satz. Im zweiten Durchgang wurde zweimal ein Break Safraneks mit einem Re-Break beantwortet. Aus dem 4:3 wurde ein 4:5, und diesen Vorteil gab der bärenstark aufspielende Sousa nicht mehr aus der Hand.
Als hier die Entscheidung schon gefallen war, bahnte sich eine solche auf den beiden anderen Plätzen noch längst nicht an. Es stand 2:2, Iserlohn musste punkten. Jordi Walder, an Position fünf spielend, startete ausgesprochen schlecht in den ersten Satz, lag mit 0:4 zurück, kam dann aber fulminant zurück und gewann im Tiebreak. Den Schwung nahm er in den zweiten Durchgang mit und sorgte für Punkt Nummer drei. Den vierten verbuchte Jan Mertl gegen Laslo Urrutia relativ souverän. Der Berliner wehrte sich nach Kräften, konnte das Blatt nach verlorenem ersten Satz aber nicht entscheidend wenden. Am Ende herrschte purer Frust, den er an seinem Schläger ausließ.
„Alle haben gut gekämpft, mit diesen Einzelergebnissen können wir zufrieden sein“, resümierte Jim Anwar. In den Doppeln baute er auf das eingespielte tschechische Duo und mischte dann: Walder neben Velotti, Beutler mit Grozdanov.
Es wurde nur einer, und den holten wie erwartet Safranek/Mertl, die überhaupt nichts anbrennen ließen. Damit stand der Sieg fest, aber er hätte deutlicher ausfallen können. Velotti/Walder machten ein paar Fehler zu viel, hätten beim 5:5 im zweiten Satz durchaus den Champions-Tiebreak erzwingen können. Doch dann ging das Aufschlagspiel verloren. Grozdanow/Beutler spielten einen starken Tiebreak im zweiten Satz und sicherten sich den Champions-Tiebreak, wo allerdings Grozdanow etwas von der Rolle war. Die Berliner sicherten sich somit den vierten Punkt.
Auch dieses zweite Heimspiel war mit rund 350 Zuschauern gut besucht, die sich einmal mehr über eine vortreffliche Bewirtung am Seilerblick freuen konnten. „Es ist toll, das ganz viele Leute auch nach sechs Stunden noch da sind. Sie fühlen sich ganz offensichtlich wohl bei uns“, sagte Jim Anwar und fiebert schon jetzt dem Duell mit dem neuen Spitzenreiter Neuss am kommenden Freitag entgegen, das hochklassiges Tennis verspricht. (IKZ)