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Heimpremiere nach Maß für den Tennis-Zweitligisten TC Iserlohn! Er ließ dem Vorjahres-Dritten Oldenburger TeV beim 6:3 keine Chance und stand bereits nach dem Einzeln als Sieger fest.

Fast 400 Zuschauer waren zum Seilerblick gekommen, um Tennis auf hohem Niveau zu erleben. Das garantierten allein schon die fünf Ausländer mit dem Spanier Guillermo Garcia-Lopez an der Spitze, die Trainer Jim Anwar für dieses Duell aufbot. Die Niedersachsen ließen es bei zwei Franzosen für die Positionen eins und zwei bewenden, die gleichfalls für Qualität sorgten. Anwar hatte mit einem sehr engen Verlauf der Einzel gerechnet und auch einen Gleichstand ins Kalkül gezogen. Doch letztlich war es eine klare Angelegenheit für die Iserlohner.

In der ersten Runde mit den Duellen der an den Positionen zwei, vier und sechs spielenden Akteure verzeichneten die Gastgeber die optimale Bilanz. Der Tscheche Vaclav Safranek musste im zweiten Satz zwar in den Tiebreak, aber sein Landsmann Jan Mertl, die frühere Nummer eins der Oldenburger, ließ überhaupt nichts anbrennen. Jordi Walder, im Auftaktmatch der einzige Deutsche im TCI-Team, gewann den ersten Satz souverän, verlor dann aber den Faden und musste in den Champions-Tiebreak. Doch den entschied er souverän für sich und sorgte für ein gutes Polster.

Nur Tihomir Grozdanov muss sein Einzel abgeben
Danach steuerte an Position drei der Argentinier Agustin Velotti den vierten Punkt bei, aber Tihomir Grozdanov musste sich seinem Kontrahenten glatt in zwei Sätzen beugen. Er war erst am Vorabend in Iserlohn angekommen, so dass die Frische fehlte. Diese beiden Partien standen jedoch im Schatten des Duells auf dem Hauptplatz.

Alle Tribünenplätze waren besetzt, als die Nummer eins der Iserlohner, Guillermo Garcia-Lopez aufschlug. Mit Maxime Chazal lieferte er sich sehenswerte Ballwechsel, die mit viel Szenenapplaus bedacht wurden. Aber der Franzose hatte im ersten Satz klare Vorteile. Da tat sich der 34-jährige Spanier schwer, und er hatte auch mit den Rahmenbedingungen zu kämpfen. „Der Platz ist in keinem guten Zustand. Wir tun, was wir können, aber Zweitliganiveau erreichen wir sicher nicht“, räumte auch Jim Anwar ein. Garcia-Lopez, die Nummer 70 der Weltrangliste, behielt jedoch die Ruhe und gewann den zweiten Satz mit 6:4. Im Champions-Tiebreak schwanden bei Chazal allmählich Kraft und Konzentration, das 10:5 für den Spanier war nie gefährdet.

Spanischer Spitzenspieler mit seiner Partie nicht zufrieden
„Ich habe nicht gut gespielt,“ kommentierte Garcia-Lopez seinen Auftritt. Dass er normalerweise auf besserem Untergrund spielt, ließ er auch durchblicken. Ob es noch einen Auftritt für den TCI geben wird, konnte er nicht sagen. „Dass hängt von meinem Terminplan ab, aber ich werde es versuchen“.

Mit dem 5:1 nach den Einzel stand der Sieg des TCI fest. „Aber wir brauchen Punkte und das bestmögliche Ergebnis“, sagte Jim Anwar, als er noch an der Doppel-Besetzung tüftelte. Die Tschechen Mertl und Safranek („die trainieren zusammen“) waren gesetzt, aber sie verloren etwas unglücklich. Grozdanov/Ivanov erging es nicht besser. „Der Gegner war einfach stärker“, stellte Anwar klar. Er hatte lange über die Besetzung des dritten Doppels nachgedacht. Weil der Sieg feststand, wollte er einem deutschen Spieler die Chance geben, neben Garcia-Lopez zu spielen. Und eil Tim Beutler noch nicht ganz fit ist, kam Jordi Walder zum Zuge.

„Mit einem solchen Klassemann zu spielen, bringt einen enormen Motivationsschub“, sagte der Coach. Aber es war eng. Im Tiebreak lagen die beiden schon mit 1:5 hinten, drehten die Partie aber über 5:7 und 7:7. „Das war heute ein schöner Tag“, lautete Anwars Fazit.
IKZ Iserlohn